Kompott

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Jun 11

RaR 2008 - Samstag

Der Samstag begann mit viel Schlaf. Scheinbar war der gesamte Campingplatz bei der Late-Night-Show von The Prodigy - wir konnten nämlich problemlos bis 11:00 Uhr schlafen. Nach dem üblichen Geplänkel mit Grill, Bier & Co im tiefen Nebel der Eifel ging es dann auch schon gegen 16:00 Uhr auf zum Festivalgelände.

Zunächst stand da mal Disturbed auf dem Programm. Zwar konnten wir die noch nicht von ganz vorne verfolgen, aber auch vom zweiten Wellenbrecher aus waren die lustig anzusehen. Leider hat der Sänger sein Piercing mittlerweile etwas getarnt. Sieht jetzt mehr nach nem Stück Bart oder nach Kacke am Kinn aus.

Zu In Flames gelang es uns dann das erste Mal direkt vorne vor dem ersten Wellenbrecher zu landen. Die Band fanden wir zwar scheiße, aber der Grund für die erneute (aber diesmal erfolgreiche) Drängelei nach vorne sollte ja noch kommen. Doch zunächst mussten wir uns noch die eigentlich ganz coolen Skandinavier von Nightwish reinziehen. Zwar wurde deren Show ab und an mal zu einer Unplugged-Show umgewandelt, in den Zeiten mit Strom konnten sie aber durchaus zeigen, dass sie was draufhaben.

Dann kam das Highlight des Tages: The Offspring! Die sind ja dafür bekannt, bei normalen Konzerten für einen viel zu hohen Preis viel zu kurz zu spielen. Da kam der Auftritt in der Eifel ja gerade recht. Zwar hielt sich ihre Kommunikation mit dem Publikum arg in Grenzen und man hätte am Anfang meinen können, dass Oliver Kahn in Regenjacke plötzlich Mitglied der Band geworden ist - gerockt haben sie aber trotzdem höchst ordentlich! Die Playlist war genau richtig, der Sound war laut und das Publikum gut drauf. Außerdem war der Gitarrist total breit, hatte aber wieder lange Haare. Nur leider war nach einer knappen Stunde der Spaß auch schon vorbei. Aber dafür geht man ja auf Festivals. Auf ein Solo-Konzert von denen werd ich aber wohl nie gehen.

Die vermeitliche Top-Band des Abends ersparten wir uns. Bis auf das Black Album find ich die eh nicht so prall. Ich erfüllte meine Pflicht als guter Freund und besuchte dafür die Show der Söhne Mannheims - und war platt als ich sah, dass Henning Wehland Mitglied dieser Kapelle ist! Obwohl der doch aus Münster kommt. So schlecht läuft es also mittlerweile mit den H-Blockx. Eigentlich wollten wir danach unbedingt noch The Verve gucken. Es war mittlerweile aber so schweinekalt, dass wir zitternd den Heimweg antraten. Und nach einer weiteren geselligen Runde vor dem Rundgrill von Toom war dann ein weiterer Tag in Zeichen des Rock’n’Roll vorüber.


Senf
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