Kompott

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Jun 13

RaR 2008 - Sonntag

Da isser auch schon - unser letzter Tag bei RaR im Jahr 2008. Früh ging er los. Um 7:00 Uhr war aufstehen angesagt. Jo, Rocker haben Disziplin! Flux wie ein Kompensator packten wir unseren Kram und bauten bei herrlichem Sonnenschein das Zelt ab - es sollte der sonnigste Tag am Ring werden. Das Auto wurde auf den Geheimtipp-Parkplatz der drei Musketiere gestellt und dann konnte alles sehr schnell eingeräumt werden. Der Mini platzte zwar aus allen Nähten aber es hat alles reingepasst.

Zum ersten Mal ohne Bier und zu einer menschenverachtenden Uhrzeit ging es dann zum Festivalgelände. Schon um 12:00 Uhr gingen wir los. Heute war ein großer Tag an der Centerstage und den wollten wir komplett im vorderen Bereich verbringen. Das war auch kein großes Problem denn um die Uhrzeit war es quasi leer da vorne. Um 14:00 Uhr spielten dann die nicht weiter erwähnenswerten Rival Schools. 50 Minuten später das erste Highlight: Die Lostprophets! Sahen zwar ein bißchen Pussy-Emo-Mäßig aus, haben aber gut gerockt und sich definitiv für einen Solo-Konzertbesuch qualifiziert. Nach den Kindern von Simple Plan (nur echt mit Goldklunker am Arm!) folgte dann das Rock-Kind Kid Rock. Ich weiß gar nicht, was schlechter war. Auf jeden Fall habe ich nun schon viel zu viele Wörter dafür verschwendet. Also schnell zum nächsten Auftritt: Fettes Brot. Ich weiß ja nicht so recht… sie konnten zwar gut die Massen mobilisieren und es hat auch durchaus Spaß gemacht sie sich anzugucken, aber mit Hiphop am Ring hab ich immer so meine Probleme. Kann natürlich gut mit meiner generellen Ablehnung gegenüber jeglicher Musik „hip on the hop“ zusammenhängen. Fette Brote oder Fanta 4 sind da vielleicht gerade noch okay, hätte aber nicht unbedingt sein müssen.

Aber was soll’s, danach ging’s ja endlich richtig los: Die Sportfreunde Stiller gaben sich die Ehre! Der Funke ist zwar leider nie so ganz zum Publikum übergesprungen (Ihr Schweine: Bei Fettes Brot total abgehen aber die Sportis hängenlassen…), mir hat es aber wie eigentlich immer sehr viel Spaß gemacht. Eine geniale Vorbereitung quasi auf das bevorstehende Fußball-EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem umgestalteten WM-Hit der Sportis war dann also Public Viewing mit Rock’n’Rollern angesagt. Hört sich spektakulär an, war es aber auch nicht. Ich hätte ja vermutet, dass einer der Bands irgendwelche special Aktionen gebracht hätte - es ist aber leider nichts passiert. Schade eigentlich, da hätte man bestimmt was amüsantes starten können. So rasselte das Spiel dann so halb im Stehen, halb im Sitzen (für’n Arsch!) hinunter und es ging weiter im Programm.

Die Hosen! Endlich, endlich, endlich sollte ich die Hosen mal komplett von vorne bis hinten live verfolgen können. Und das auch noch ganz vorne. Jau, wir waren mittlerweile tatsächlich rund 10 Stunden da vorne drin. Zum Glück gab es mittlerweile spezielle WCs für den vorderen Bereich - sonst hätte meine Blase das sicher nicht mitgemacht. Campino auf Krücken jedenfalls war schon eine interessante Erfahrung. Durch die Gegend hüpfen wie ein Teletubby auf Speed, die Bühne an jeglichen Stellen hochklettern, Stagediven bis der Gipser kommt - all das war trotzdem kein Problem für ihn. Der Sound war gut, die Band gab alles, die Stimmung war grandios. Nur die Playlist war Mist. Es waren zwar so Knaller wie „Mehr davon“, „Hier kommt Alex“ oder „Kauf mich!“ dabei, ansonsten war aber auch viel zu viel von dem neuen (schlechten) Zeug an Bord. Schade eigentlich, das hätte nämlich echt das beste Konzert am Wochenende werden können. Spaßig war’s aber trotzdem.

Völlig fertig spazierten wir danach noch ein wenig an der Alternastage vorbei und bestaunten die Queens. War bestimmt noch sehr geil, aber wir waren einfach zu platt um da noch was zu reißen. Schade, die ganzen Late-Night-Konzerte mussten echt leiden diesmal. Aber was soll’s. Gegen 4:00 Uhr wird es um diese Jahreszeit schon hell. Da hab ich nämlich dann zuhause wieder eingeparkt. Es war der Knaller!


Senf
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